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Die Caritas Sozialstation St. Laurentius trauert um ihr Vorstandsmitglied Günter Werner. Mit Betroffenheit haben wir die Nachricht von seinem Tod entgegengenommen. Diese traurige Nachricht hat nicht nur uns, sondern sehr viele Menschen dazu veranlasst, dem Verstorbenen bei diesem Requiem die letzte Ehre zu erweisen, ein deutlicher Beweis für die Beliebtheit von Günter Werner.

Günter Werner hatte in unserer Einrichtung das Ehrenamt des Schriftführers seit Mai 2000 übernommen. Er ist vor nunmehr 14 Jahren sozusagen als Neuling in die Sozialstation gekommen. Zuvor aber war er für die anstehenden Neuwahlen als Menschenfischer unterwegs, um eine gut funktionierende neue Vorstandschaft zu finden. Dass Günter dafür das richtige Händchen hatte, zeigt sich in der erfolgreichen Arbeit dieses Gremiums. Dafür können wir ihm nicht genug danken.

Günter Werner hat die Vorstandschaft  nicht nur als Schriftführer unterstützt. Nein, er war viel mehr, als ein Protokollführer. Das äußerte sich in seinem Tatendrang. Er hatte stets Visionen und brachte zielbewusst immer wieder Vorschläge bei den Sitzungen ein. Dabei offenbarte sich sein Engagement für die Belange der Sozialstation. Aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzte er sich ein. Entsprechend groß war seine Beliebtheit. Mit ihm zusammen haben wir eine harmonische und fruchtbare Zeit hinter uns, die sich auf das gesamte Handeln und Wirken innerhalb, aber auch außerhalb der Sozialstation auswirkte.

Günter Werner brachte zudem auf Grund seines beruflichen Werdegangs und weiterer ehrenamtlicher Funktionen viel Fachkunde mit, die uns immer wieder zugute kam.

Er war aber auch sehr kompromissbereit, wenn  es darum ging, wichtige Entscheidungen zu treffen, oder Projekte anzuschieben. So haben wir mit ihm zusammen unser erfolgreiches Ehrenamtlichen-Projekt „Hand in Hand“ ins Leben gerufen. Er hatte immer gute Ratschläge, aber auch wertvolle Verbindungen parat, die uns nicht zuletzt beim Erwerb der Teilimmobilie für unsere Sozialstation viel von Nutzen waren.

Wenn es die Zeit von Günter Werner erlaubte, war er auch gerne in geselliger Runde, ob bei Weihnachtsfeiern oder Betriebsausflügen mit dabei. Oftmals mussten wir aber auf seine Gesellschaft verzichten, denn sein Pflichtbewusstsein und sein unermüdliches Engagement für alle seine Aufgaben waren ihm heilig.

Seinen letzten Auftrag, den wir ihm als Koordinator für die Verwirklichung einer ambulant betreuten Senioreneinrichtung übertragen haben, kann er nun leider nicht mehr zu Ende führen.

Günter Werner hat nicht nur in der Sozialstation viele Spuren hinterlassen, sondern auch als langjähriger Mitarbeiter beim Caritasverband für den Landkreis Rhön-Grabfeld. Ihm ist es zu verdanken, dass es zu Zeiten, als es noch keine Pflegeversicherung gab, Modelle der Pflegeentlastung für Sozialstationen und für die Unterstützung der Angehörigen entwickelt wurden. So auch der Urlaub von der Pflege in Reyersbach zu einer Zeit.

Günter Werner kümmerte in vielfältiger Weise sich zudem um das Wohl der Menschen, die der Caritas anvertraut waren. Er ist einer der Väter des Erzähl-Cafés, das sich seit 1992 immer noch größter Beliebtheit erfreut. Zahlreiche weitere Projekte wären noch zu nennen, die er angestoßen und weiter entwickelt hat. Günter Werner war nicht nur überzeugt von der Sache, nein, er selbst war überzeugend! Beruflich wechselte er später in das Diözesanbüro.

Für seine ehrenamtliche Tätigkeit bei der Sozialstation St. Laurentius wurde Günter Werner mit dem Caritaskreuz in Silber ausgezeichnet.

Dank sagen möchten der Caritasverband und die Sozialstation St. Laurentius im Namen der Menschen, für die er Gutes getan hat. Sein Geist wird in verschiedenen Diensten und Projekten weiter bei uns sein.  Wir können Günter Werner nicht vergessen, und wir werden Günter Werner auch nicht vergessen! Die Erinnerungen an ihn werden wir stets wie ein kostbares Geschenk in uns tragen!

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