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Der erste Pflegestammtisch im Landkreis fand in unserer Laurentiusstube statt, wurde von vielen Pflegekräften besucht und war ein voller Erfolg.

Auf Vogels Einladung hin sind viele in der Altenpflege aktive Menschen zum ersten „Pflegestammtisch“ zusammengekommen, um über die neuen Herausforderungen durch das Pflegestärkungsgesetz II und weitere Anliegen in der Altenpflege zu sprechen. Zu diesem „Pflegestammtisch“ in  der Laurentiusstube in Bad Neustadt hatte der örtliche Abgeordnete auch den fachkundigen Pflegeexperten Bernhard Seidenath eingeladen, der der stellv. Vorsitzende des Landtagsausschusses Gesundheit und Pflege ist.

Im Hinblick auf die demografische Entwicklung der Gesellschaft sei die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung, gerade im ländlichen Raum, eine der wichtigsten Herausforderungen, so Vogel. Als Beispiel erklärte er, dass jeder sechste Deutsche Pflege in Anspruch nimmt, aber allein in den letzten 10 Jahren 50.000 Vollzeitstellen abgebaut worden sind. „Dabei gibt es beim Thema Pflege im Moment sehr viele Neuerungen, die sich in der Praxis noch bewähren müssen, weshalb ich die Pflegestammtische nutzen möchte, um eine ehrliche Rückmeldung von den Praktikern zu bekommen“, so Steffen Vogel zur Konzeption der Pflegestammtische, die er in Zukunft jährlich durchführen möchte.

Lebendig wurde unter anderem über die Themen Generalistik, die Attraktivität des Pflegeberufs und Reduzierung der Dokumentation, diskutiert. Bei der Zusammenlegung der der beiden Ausbildungsberufe, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Altenpflege sahen einige Diskutanten die Gefahr der Abwanderung der Auszubildenden in die Krankenpflege. Andere wiederum sahen in der Generalistik eine Chance, dass das Berufsbild für junge Menschen attraktiver werde und das Ansehen des Pflegeberufs in der Öffentlichkeit steigt. Sowohl Steffen Vogel als auch Bernhard Seidenath sind die Belastungen des Pflegeberufs bewusst und möchten sich künftig für Verbesserungen einsetzen. Seidenath betonte, dass „der Pflegeberuf physisch und psychisch so anstrengend ist wie kein anderer Beruf.“ Nach Überzeugung von MdL Vogel hätte der Bundesgesetzgeber mutiger sein sollen, um spürbare und nachhaltige Verbesserungen in der Pflege zu erreichen.   „Mehr Personal in Pflege, eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte kann es nicht zum Nulltarif geben“,  so das Fazit der beiden Parlamentarier.

Bad Neustadt. „In Rhön-Grabfeld übernimmt der Caritasverband bald eine Vorreiterrolle für ganz Bayern, ja Deutschland“, so kommentierte Landtagsabgeordneter Steffen Vogel am Rande des von ihm initiierten „Pflegestammtischs“ die Entscheidung, dass die Caritas hier bald ein Pflegeübungszentrum für Angehörige (PÜZ) betreiben wird.

Für Bad Neustadt hatte Steffen Vogel Förderzusagen in Höhe von 150.000 Euro für die Schaffung des PÜZ im Gepäck. Das PÜZ ist als Pilotprojekt bisher einzigartig in Bayern und Deutschland, womit die Caritas Rhön-Grabfeld eine Vorreiterrolle im ganzen Land übernehme, so Vogel. „Mit dem PÜZ soll es möglich sein, Angehörige von Pflegebedürftigen an die Pflege heranzuführen und so zu schulen, dass die Pflege in den eigenen vier Wänden durch Angehörige durchführbar wird“, so die Geschäftsführerin der Caritas Rhön-Grabfeld, Angelika Ochs.

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