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Die Delegierten der Kirchenstiftungen aus dem großen Einzugsbereichs der Caritas Sozialstation St. Laurentius trafen sich in der Laurentiusstube, um gemeinsam das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und einen Blick in die Zukunft zu wagen

 Neben vielen Zahlen und Fakten durch Stationsleiter Bruno Kleinhenz und Kassier Egon Benkert, stand die Wahl der Vorstandschaft im besonderen Fokus. Dietrich Haase legte nach 15 Jahren als erster Vorsitzender sein Amt in jüngere Hände und stellte sich als Schriftführer zur Wahl. Nach dem traditionellen geistlichen Wort durch Pfarrer Hans Beetz, der mit einem Anti-Stress-Gebet und einer besonderen, modernen Darlegung des Psalm 23 überraschte, legte Dietrich Haase zum letzten Mal seinen Bericht über das vergangene und vor allem erfolgreiche Jahr ab. Dieser betonte, dass es wieder ein arbeitsreiches und gesegnetes für alle angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeitern war. Vor allem auch aus finanzieller Sicht, denn es wurde ohne Zuschüsse, Spenden und Mitgliedsbeiträge, allein durch das engagierte Team ein Gewinn erwirtschaftet. Ein dickes Lob hierbei richtete der Vorsitzende an den Pflegedienstleiter Bruno Kleinhenz und seiner Stellvertreterin Schwester Christine Reinhart. Haase fügte hinzu, dass diese durch ihr Engagement einen großen Teil am erfolgreichen Jahr, in dem wieder schwarze Zahlen geschrieben wurden, beigetragen hätten, obwohl der Pflegedienst immer schwieriger wird. Qualifiziertes Personal sei schwierig zu finden und den sozialen Berufen fehle einfach die Lobby. So wurde der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel, der im Landtagsausschuss für Pflege und Gesundheit mit verantwortlich ist, eingeladen und er nahm jede Menge Anregungen mit nach München. "Es wird ja viel gestreikt". Haase betonte, dass es sich hier um Menschen handle, denen Menschen anvertraut sind. Alle nehmen die Verantwortung wahr und pflegen und betreuen fachkundig. Ob sich das ganze immer in Heller und Pfennig aufrunden lässt, sei dahin gestellt. Ganz nach der Satzungspräambel, "Mitmenschen die leiblichen und christlichen Werke der Barmherzigkeit zu erweisen ist Aufgabe jedes Christen und Aufgabe der kirchlich-karitativen Vereine", wiegen die Gewinnanteile nicht in Aktien, sondern in der Liebe und Dankbarkeit. Um das Ganze aber bestens organisieren zu können, braucht man Raum. 2008 bei der Eröffnungsfeier der Station in der Goethestraße  dachte wohl noch keiner darüber nach, dass man sich schon bald wieder räumlich weiter orientieren zu müsse. Eine Wohnung über der Sozialstation wurde leer und man zögerte nicht lange und erwarb diese für neue Büroräume der Verwaltung und für ein Besprechungszimmer. Verbunden werden soll der neue und alte Bereich per Wendeltreppe. Haase sprach bei dem Erweiterungsprojekt, das bereits am 11. Mai angelaufen ist, von 81.000 Euro. 60.000 Euro erhofft man sich auf Spendenbasis durch die Glücksspirale und den deutschen Caritasverband. Der Rest muss selbst gestemmt werden. Zu einem gut funktionierenden Pflegebetrieb trägt der jährliche Betriebsausflug, sowie die Ehrung langjähriger Mitarbeiter bei. Für 10 Jahre galt es Schwester Anneliese Nennstiel und für 25 Jahre Claudia Haase Dank zu sagen. Der Vorsitzende gedachte aber auch dem traditionsreichen Gedenk- und Dankgottesdienst, der im vergangenen Jahr in Unsleben stattfand und diesmal in Leutershausen angedacht ist. Pflegedienstleiter Bruno Kleinhenz hatte im Anschluss wieder interessante Zahlen parat. Seit 37 Jahren besteht nun die Sozialstation und die Leistungen in der Verhinderungspflege und der Betreuung steige stetig. Im vergangenen Jahr wurden über 700 Patienten und Hilfsbedürftige im Rahmen von 86.000 Hausbesuchen betreut, was ein Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Dabei legte das Team über 290.000 Kilometer zurück. Die Mitarbeiterzahl in Pflege, Hauswirtschaft und Verwaltung stieg auf 68. Vor zwei Jahren waren es noch knapp 20 weniger. Der Caritasverband der Diözese zieht jedes Jahr unter teilnehmenden Sozialstationen eine Wirtschaftlichkeitsbilanz. St. Laurentius schaffte bei 28 zahlen- aufdeckenden Stationen den Sprung von Platz zehn auf die zwei. "Es ist das erste Mal, dass wir den Haushalt aus dem operativen Geschäft decken können", was allerdings an mehreren recht günstigen Faktoren lag. Haase zog noch einmal über seine 15 Jahre als erster Vorsitzender Bilanz und verglich Damals und Heute. Es hat sich viel getan. Die Sozialstation wächst und wächst und damit ihre Aufgabe am Mitmenschen. "Wir schreiben schwarze Zahlen und können zufrieden in die Zukunft blicken", betonte Kassier Egon Benkert, der kollegialer Dreh und Angelpunkt in der Verwaltung ist. Bereits vor zwei Jahren wurde beschlossen, dass sich die gestiegenen Herausforderungen und Aufgaben auf mehreren Schultern verteilen müsse. Nach der Entlastung der Vorstandschaft durch die Revisoren Annemarie Höveler und Bernhard Knüttel, stand einer Neuwahl nichts mehr im Wege. Neuer erster Vorsitzender ist der gelernte Industriekaufmann und Sozialpädagoge Alois Heinisch aus Brendlorenzen, als gleichberechtigte Stellvertreter wurde Dr. Peter Heinz aus Wollbach (verlängert um vier Jahre per Akklamation) und Alfons Holzheimer  aus Kilianshof gewählt.  Beisitzerin ist nun Annemarie Höveler aus Bischofsheim. Kassier bleibt Egon Benkert und neuer Schriftführer ist Dietrich Haase.  Eberhard Korb fungiert neben Bernhard Knüttel als Kassenprüfer. Zum Vorstandschaftsgremium zählen ferner Pfarrer Hans Beetz und Pflegedienstleiter Bruno Kleinhenz.  Abschließend wurde der vorgestellte Haushaltsplan und Stellenplan für 2015 abgesegnet und beschlossen, dass der Mitgliedsbeitrag bei 50 Cent je Katholik bleiben soll. Dem engagierten und ehrenamtlichen Führungsteam galt der Dank von Pflegedienstleiter Bruno Kleinhenz und  der Kreisvorsitzenden des Caritasverbandes Angelika Ochs. Beide sprachen von Berufung mit Herz.   

  

Foto: Alois Heinisch aus Brendlorenzen tritt als neuer erster Vorsitzender der Caritas Sozialstation St. Laurentius in die Fußstapfen von Dietrich Haase, der nach 15 Jahren sein Amt in jüngere Hände legen wollte.

 

Foto: Die neue Vorstandschaft der Caritas Sozialstation St. Laurentius (vl.) Egon Benkert (Kassier), Annemarie Höveler (Beisitzer), Dr. Peter Heinz (2. Vorsitzende), der neue erste Vorsitzende Alois Heinisch, Alfons Holzheimer (2. Vorsitzende), Dietrich Haase (Schriftführer) und Pflegedienstleiter Bruno Kleinhenz sowie Pfarrer Hans Beetz.

 

 

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