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Gedenkgottesdienst am 6. November 2016 in Bad Neustadt

Der Monat November ist allgemein als der stille Monat bekannt. In diesen spätherbstlichen Tagen gedenken wir unserer Verstorbenen. Aber auch das Ausbleiben von Feiern und Festen öffentlicher Natur prägen den November. Die Natur tut ihr Übriges. Auch sie trägt mit ihrem stillen Abschied von der Blüte- und Wachstumszeit ihren Teil bei. Nur das Rascheln des Herbstlaubes ist mitunter zu vernehmen. Schließlich endet mit der stillen Zeit im November auch das Kirchenjahr.

Die katholischen Christen gedenken ihrer Toten an Allerheiligen und Allerseelen. Der Totensonntag ist ein evangelisch geprägter Gedenktag. Und am Volkstrauertag sind es vor allem die Vertreter der verschiedenen Verbände und Politiker, welche den Opfern von Krieg, Terror und Gewalt gedenken.

Die Gräber werden vor allem zu Allerheiligen und zum Totensonntag hergerichtet und es werden Kerzen angezündet. Bei einem Gang über den Friedhof fällt vermehrt auf, dass sich die Bestattungs- und Friedhofskultur ändert. Auch den Totentafeln der Presse kann man dies entnehmen. Die Grabstätten werden pflegeleichter und damit auch kleiner. Die Urnenbestattungen sind vor allem im ländlichen Raum keine Seltenheit mehr. Neben dem finanziellen Aspekt (Kosten für die Beisetzung) sind vor allem die sozialen und familiären Voraussetzungen  grundlegend für solche Entscheidungen. Oftmals ist die junge Generation aus beruflichen Gründen weit von ihrer Heimat entfernt, und die Eltern entscheiden sich daher für ein kleineres Grab oder eine Urnenwand.

Den Verstorbenen gedenken aber auch Pflege- und Senioreneinrichtungen, die ihren Patienten auf einem Teil ihres irdischen Weges begleitet und auch lieb gewonnen haben. Auch für die Pflegerinnen und Pfleger ist der Tod eines solchen Menschen immer wieder ein Verlust. Die Caritas Sozialstation St. Laurentius feiert jedes Jahr im November einen „Gottesdienst des Dankens und Gedenkens“. Diese Eucharistiefeier findet jeweils in einer anderen Pfarrgemeinde statt. So werden die Einzugsbereiche von den Walddörfern bis hin in den Bad Neustädter Raum abgedeckt. Der Dank- und Gedenkgottesdienst steht im Zeichen der aufopferungsvollen Pflege der Angehörigen und im Zeichen der Pflegeleistung der Schwestern und Pfleger, sowie der Mitarbeit der Ehrenamtlichen. An der Osterkerze werden unter Verlesung des Namens Lichter für die verstorbenen Patienten und Patientinnen angezündet und vor dem Altar aufgestellt. Aber auch das Symbol der Liebe, die Rose, ist im Gottesdienst gegenwärtig. Die Rose gilt mit ihrer Blüte, dem Stiel und den Dornen als ein wunderschönes Symbol für die Ganzheitlichkeit des Menschen. So werden Rosen zum Abschluss des Gottesdienstes verteilt. Und die Patientenen und Patienten dürfen sich beim nächsten Besuch der Schwester über das Symbol der Liebe, nämlich über eine rote Rose, freuen.

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