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Der Vorsitzende Dietrich Haase freute sich, dass die neuen Räumlichkeiten mit dem Segen der Bischofsheimer Geistlichen Pfarrer Manfred Endres von der katholischen Kirche und Pfarrer Matthias Schricker von der evangelischen Kirche offiziell übergeben werde konnten.

Der Umzug innerhalb von Bischofsheim wurde notwendig, weil die Stadt für den bisherigen Raum im Rentamt Eigenbedarf angemeldet habe. „Wir waren uns darüber einig, dass die neue Zweigstelle in Bischofsheim zentral liegen sollte und auch einrichtungsmäßig den Anforderungen des Arbeitsplatzes für die Schwestern entsprechen sollte“, berichtete Haase.

Zum einen sei die Zweigstelle als Anlaufstelle für die Schwestern, welche im Raum Bischofsheim und in den Walddörfern die Patienten betreuen, eine nicht mehr wegzudenkende Einrichtung. Es könne alles erledigt werden, was rund um die Pflege an Büroarbeit notwendig sei.

Zudem klappe auch die Kommunikation zwischen der Pflegedienstleitung in Bad Neustadt und der Zweigstelle in Bischofsheim jetzt noch besser. Die Mitarbeiterinnen haben ihre Dienstautos zu Hause und können somit von zu Hause aus ihre Tour beginnen, das spare der Caritas Zeit und Kosten.

Zum anderen sei die neue Zweigstelle nun näher am Menschen. Ab 1. September werden jeden Freitag von 15 bis 16 Uhr feste Sprechstunden für alle Bürger, Patienten und deren Angehörige angeboten. Als Ansprechpartner sind Dagmar Hasche und Sandra Weißenseel in der Löwenstraße vor Ort. Sie werden alle Fragen rund um die Pflege beantworten. Und was nicht gleich beantwortete werden könne, werde recherchiert und in Erfahrung gebracht.

Ein besonderer Dank ging an Dagmar Haschke, die sich in Bischofsheim nach dem neuen Domizil umschaute und auch bei der Inneneinrichtung mit wirkte, sowie Pflegedienstleitung Bruno Kleinhenz und seiner Stellvertreterin Christine Reinhart.

Das Leitwort der Caritas Sozialstation zum 35jährigen Bestehen im vergangenen Jahr gelte auch heute noch: „Wir nehmen uns Zeit auf dich zu hören, dir beizustehen, dir zu helfen. Auch deshalb gilt unsere Zusage an dich: Wir nehmen dich an, so wie du bist – mit Verantwortung und Wertschätzung helfen wir dir in der Pflege, in der Tagesgestaltung, im Gespräch, im Haushalt. Du bist uns wichtig … mit unserer Zeit.“ Pfarrer Manfred Endres und Pfarrer Matthias Schricker würdigten den Dienst der Sozialstation als Dienst am Menschen. „Gott begegnet uns in allen Menschen, im Neugeborenen genauso wie im alten Menschen und im Behinderten.“ Pfarrer Schricker erinnerte an das Schriftwort aus dem Matthäus-Evangelium „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Der Dienst am Nächsten sei untrennbar mit der Liebe Gottes verbunden. Wenn die Schwestern bei den Patienten erscheinen, ihnen helfen, gutes tun, sich um sie kümmern, mit ihnen reden, dann seien sie „Handlanger des Segen Gottes“. In diesem Verständnis wollte Pfarrer Schricker den Segen für die Sozialstation verstanden wissen, als Segen für die Menschen, die in der Sozialstation arbeiten. Den Dienst zu verrichten, sei sicherlich nicht immer einfach und müsse auch getan werden, wenn die eigenen persönlich Verfassung einmal nicht gut sei. Der Segen Gottes möge ihnen die Kraft geben geben, immer genügend Zeit für die Menschen haben, um ihnen gut zu tun, betonte Schricker. Pfarrer Endres berichtete von seinen Besuchen bei älteren und kranken Menschen, denen er die Krankenkommunion bringe. Die Freude in den Augen der Menschen zu sehen, tue einfach gut. Aber es gebe auch das krasse Gegenteil. „Ich habe höchsten Respekt vor dem Dienst den ihr verrichtet“, sprach der den Schwestern zu. „Ihr tut das, was der Kirche manchmal fehlt, die Nähe zum Menschen. Ihr nehmt die vor die Füße gelegte Not wahr.“ Diese Bitten und Wünsche wurden im Gebet und in Fürbitten zusammen gefasst. Gebetet wurde um ein offenes Herz und die nötige Kraft um den Dienst zu verrichten, Offenheit und Zugänglichkeit um Brücken zu bauen zu Menschen, die häusliche Pflege benötigen, um Zeit für Menschen die Zuwendung, Aufmerksamkeit und jemand zum zuhören brauchen. Aber auch für ehrenamtliche Kräfte, das sie ihre Erfüllung im Dienst am Nächsten finde und für Angehörige, das sie die nötige Kraft und Geduld aufbringen für eine oftmals lange und belastende Pflege.

 

 

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