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40 Jahre - Ambulante Pflege - 1978-2018 – Die Sozialstation St. Laurentius Bad Neustadt a. d. Saale e. V. wird 40 Jahre alt.Das ist ein Anlass für uns, im Rahmen eines Dankgottesdienstes und eines Empfangs über die vergangene Zeit nachzudenken, zurückzublicken, aber auch in die Zukunft zu schauen und zu feiern.Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie am 1. Juli 2018 mit dabei sein könnten.Wir laden Sie recht herzlich ein zu einem Dankgottesdienst, der um 10.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, in Bad Neustadt beginnt.Im Anschluss findet in der Sozialstation in der Goethestraße 15 g ein Tag der offenen Tür statt, zu dem wir Sie ebenfalls herzlich einladen.

40 Jahre Verlässlichkeit und Kompetenz
Die drei Caritas-Sozialstationen im Landkreis seit 1978 in der ambulanten Pflege unterwegs
1978 - als es noch keine gesetzliche Pflegekasse gab und die Notwendigkeit der Hilfe für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen nicht mehr durch einzelne Ordensschwestern in den Ortschaften geleistet werden konnte - , gründeten die katholischen Pfarrgemeinden der damaligen Dekanate im Landkreis Rhön-Grabfeld drei Caritasvereine mit dem Ziel, die Kranken- und Altenpflege zu sichern.
Mit wenigen MitarbeiterInnen, darunter auch Ordensschwestern, begannen so die Sozialstationen St. Peter mit Sitz in Bad Königshofen, St. Kilian mit Sitz in Reyersbach, später in Mellrichstadt und St. Laurentius mit Sitz in Bad Neustadt ihre Tätigkeit. Zu dieser Zeit entstand diözesanweit ein flächendeckendes Netz an Hilfemöglichkeiten, um die häusliche Pflege zu sichern.
Im Vergleich zu heute waren die bürokratischen Hürden noch niedrig und so konnte ein Hausarzt die Pflege verordnen und die Krankenkassen übernahmen die Kosten.
Die Situation änderte sich mit Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung im Jahr 1995. Wurde bis dahin die Hilfe immer durch Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände gesichert, gab es nun die Möglichkeit einen privaten ambulanten Pflegedienst zu gründen. Dadurch veränderte sich die Pflegelandschaft und die Hilfesuchenden konnten wählen, welches Angebot sie nutzen wollten.
In diesen Jahren änderten sich auch viele Familiensituationen. Der berufsbedingte Wegzug von jungen Leuten, die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die rückläufigen Mehrgenerationenhaushalte machten Unterstützung und Hilfe in der Pflege immer wichtiger. In 40 Jahren wuchsen die Sozialstationen zu mittelständigen Betrieben mit 164 Mitarbeitern an, die - gestützt durch modernste Technologie aber weiter mit “ Herz und Verstand“ – Menschen, die Hilfe brauchten, unterstützen.
Der wertschätzende Umgang und eine würdevolle Pflege ist für die MitarbeiterInnen oberstes Gebot neben all den anderen auch bürokratischen Anforderungen. Bei Wind und Wetter, bis in die späten Abendstunden und sehr früh am Morgen – stets sieht man die Caritas-Autos von Ortschaft zu Ortschaft fahren. Die Vorgaben bei der Dokumentation der Leistungen, Formulare für Pflege- und Krankenkassen, für den medizinischen Dienst gilt es korrekt zu führen ebenso wie die Zusammenarbeit mit Ärzten, Pfarrgemeinden und Therapeuten zu gestalten.
Bei den Prüfungen durch den medizinischen Dienst erzielen die drei Caritas-Einrichtungen immer wieder Bestnoten, was für eine hohe Kontinuität in der Versorgung und Pflege spricht.
Stets aufs Neue wurden von den Verantwortlichen, sowohl von ehrenamtlichen Vorständen wie auch hauptamtlichen Pflegedienstleitungen und Geschäftsführungen in den letzten 40 Jahren neue Bedarfe verifiziert und darauf reagiert. So ist die Entlastung von pflegenden Angehörigen ein Schwerpunkt bei der Arbeit geworden. Neben der Beratung werden konkrete Angebote ausgearbeitet und umgesetzt. Als ein Beispiel sei das unterfrankenweit einmalige Projekt „Urlaub von der Pflege durch Urlaub auf Zeit“ aus dem Jahr 1986 genannt: Weit vor der Pflegeversicherung und der Möglichkeit einer Kurzzeit- oder Verhinderungspflege wurden die Räume der alten Schule in Reyersbach umgestaltet, um 10 Pflegebedürftige für zwei Wochen aufzunehmen. Die drei Stationen stellten für diese Zeit Pflegemitarbeiter ab, um die Versorgung mit Unterstützung durch Ehrenamtliche sicher zu stellen. So konnten sich Angehörige eine Erholungspause gönnen, um dann wieder ihren Alltag meistern zu können.
Auch die Pflegeentlastungstage, die ihren Anfang im Jahr 2000 nahmen, ergänzten in den drei Einrichtungen die Möglichkeit zur Hilfe für pflegende Angehörige. Eine Weiterentwicklung dieses
Angebots, durch die Pflegestärkungsgesetze begünstigt, ist die Eröffnung einer Seniorentagespflege im Jahr 2016 in Mellrichstadt. Weitere befinden sich bereits in Planung.
So kann man gespannt sein auf die nächsten 40 Jahre. Gut vorbereitet sind die Caritas-Sozialstationen, denn ein stets aktuelles Qualitätsmanagement gibt den MitarbeiterInnen die Sicherheit und die Freiheit, den anvertrauten Menschen mit „Herz und Verstand“ zu begegnen. Viele der MitarbeiterInnen sind seit Jahren und Jahrzehnten sehr engagiert dabei, eine Ressource, die unschätzbar ist. Den MitarbeiterInnen gilt daher auch große Dankbarkeit für ihr großartiges Engagement.
Dank sei auch an dieser Stelle all denen gesagt, die durch Mitdenken, durch Spenden und durch hohen zeitlichen, ehrenamtlichen Einsatz die Arbeit der Sozialstationen mittragen und unterstützen. Dank sei auch dem Landkreis ausgesprochen für die Investitionskostenzuschüsse sowie den Pfarrgemeinden für die Pfarreienbeiträge. Nur so ist eine flächendeckende Pflege im Landkreis Rhön-Grabfeld möglich!
Sollten Sie jetzt neugierig auf die Arbeit geworden sein, laden wir Sie ein, zu uns zu kommen zu einem Tag der offenen Tür: In St. Kilian Mellrichstadt am 05.05., in St. Peter Bad Königshofen am 23.06. und in St. Laurentius e.V. in Bad Neustadt am 01.07. - Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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