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 Am 12. Mai war der Internationale Tag der Pflegenden. Dieser Aktionstag steht in Zeiten der Pandemie sicher mehr im Blickpunkt der Bürgerinnen und Bürger, als es je zuvor der Fall war. Der Öffentlichkeit wurde mittlerweile drastisch vor Augen geführt, dass die Pflege aus ihrem Notstand befreit werden muss. Die Pflegerinnen und Pfleger, die schon über ein Jahr in der Corona-Pandemie am Limit sind, physisch, als auch psychisch,  hohen Belastungen ausgesetzt sind, haben sich zwar über den anerkennenden Applaus gefreut, aber der alleine hilft dem Berufsstand nicht weiter. Nicht nur eine bessere Bezahlung oder der zeitlich begrenzte Corona-Bonus  sind die Lösung des Problems, sondern vor allem auch das Image des Berufes. Bessere Aufstiegsmöglichkeiten, und die Sicherung und Aufstockung des Personals durch gezielte Unterstützung in der Pflegeausbildung. Erst dann können die Schwestern und Pfleger sich in ihrem Beruf den Alten und Kranken mit viel mehr Zeit und Zuwendung widmen, so wie sie das in ihrer Ausbildung gelernt haben.

Florence Nightingale war die Vorreiterin der modernen Krankenpflege, Mitte des 19. Jahrhunderts. An ihrem Geburtstag wird jährlich im Rahmen des Internationalen Tages der Pflege an sie  und an die Arbeit des Pflegepersonals erinnert. Bleibt zu hoffen, dass sich auch in unserem reichen Land endlich etwas tut. Hervorgehoben wird regelmäßig unser hoch modernes Gesundheitswesen. Dazu gehört aber auch ausreichendes und zufriedenes Pflegepersonal, das mit besseren Tarifverträgen ausgestattet werden muss.

Text: Dietrich Haase

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