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Richtig vererben – was Erben und Erblasser wissen müssen

 Zur letzten Veranstaltung der Vortragsreihe  von „Treffpunkt PFLEGE“ in diesem Jahr hatte die Caritas Sozialstation St. Laurentius zum Thema „Richtig vererben – erben“  eingeladen.

Dass die richtige Regelung einer Erbschaft offensichtlich vielen Menschen wichtig ist, zeigte der Besuch in der Laurentiusstube, welche bis auf den letzten Stuhl besetzt war. Referent Steffen Vogel, Mitglied des Landtags und Rechtsanwalt, verstand es gleich zu Beginn, das Eis zu brechen, und die Zuhörer mit auf eine interessante, mit humorvollen Anekdötchen aus dem Leben gespickten Reise, durch die umfangreichen gesetzlichen Regelungen des Erbrechtes mitzunehmen. Dabei nutzte er zahlreiche Beispiele mit fiktiven Familien, die im Landkreis Rhön-Grabfeld wohnen könnten, und sich mit einer Erbschaft auseinandersetzen müssen.

Laut Statistik schreiben rund 75 Prozent der Deutschen ein Testament. Zu beachten ist dabei in der gesetzlichen Erbfolge das Ordnungs- und das Stammesprinzip. Wenn man als Erblasser die Reihenfolge beachtet, so ist man auf dem richtigen Weg. Die Zugewinngemeinschaft, die Gütertrennung, das gegenseitige Einsetzen zum Alleinerben bei kinderlosen Ehen und der Pflichtteil, waren Gegenstände des Vortrags, aber auch die Schenkung, die eine frühzeitige Übergabe von Vermögen beinhaltet, und an einen Zeitablauf von zehn Jahren gebunden ist, kamen zur Sprache.

Damit das Testament auch seine Gültigkeit hat und nicht anfechtbar ist, muss es richtig verfasst sein. Diesbezüglich ging der Referent auf die verschiedenen Möglichkeiten ein. So auf das eigenhändig geschrieben Testament, auf den von einem Notar verfassten Erbvertrag, oder das von einem Notar verfasste Testament, welches die Kosten eines Erbscheines ersetzt. Auch die Gebühren, Erbschaftssteuer, Schenkungssteuer und Freibeträge kamen zur Sprache.

Fragen zum Thema wurden sehr viele gestellt, sodass die Veranstaltung erst nach annähernd drei Stunden vom Vorsitzenden der Sozialstation, Alois Heinisch, beendet werden konnte. Er bedankte sich bei Steffen Vogel für die lange, aber sehr kurzweilige Reise durch das Erbrecht. Sein Dank galt aber auch den Gästen, die mit ihren Fragen und Beiträgen den Abend mitgestaltet haben.

Unterm Strich waren sich letztendlich alle darüber einig, dass man sich, wenn es um das Erbe geht, zusammen an einen Tisch setzen und mit Ruhe reden sollte. Dabei ließe sich vieles regeln, und man könne auf Streitigkeiten verzichten.

Alois Heinisch kündigte für das Jahr 2018 die Fortsetzung der Vortragsreihe „Treffpunkt PFLEGE“ mit weiteren interessanten Themen, die das Alltagsleben betreffen, an.

 

 

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