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Rundum positive Bilanz der Sozialstation St. Laurentius – Neue Mitarbeiterräume werden am 4. Juni gesegnet - 745 Patienten im Jahr 2015

Eine positive Entwicklung hat die Caritassozialstation St. Laurentius  auch im Jahr 2015 genommen. Das bisherige hohe Niveau wurde gehalten, sodass Patienten, Angehörige und Mitarbeiter bei Befragungen ihre Zufriedenheit zum Ausdruck brachten und Vorsitzender Alois Heinisch eine anerkennende Bilanz vorlegen konnte.

Erforderlich geworden war eine räumliche Erweiterung, die durch die Unterstützung der Glücksspirale (59 000 Euro) realisiert werden konnte und den Mitarbeitern mehr Platz bietet. Die neuen Räume werden am Samstag, 4. Juni, um 14 Uhr von Domkapitular Clemens Bieber gesegnet und der Öffentlichkeit vorgestellt.

In Bischofsheim fand sich eine gute Lösung durch die Kooperation mit dem Pflegeheim Hammermühle, in dem die Sozialstation ihr Domizil bezogen hat. Die guten Leistungen aller Mitarbeiter wurden 2015 mit einer Sonderzahlung von 54 000 Euro honoriert. Heinisch wies auf den hohen Stellenwert der Fortbildung hin und nannte die Qualifikationen, die erlangt wurden. Aktuell streben vier Auszubildende in der Sozialstation St. Laurentius den Altenpflegeberuf an.

Aufgrund der hohen Inanspruchnahme der Pflegeentastungstage in Bad Neustadt und Bischofsheim wird in Bad Neustadt ein zusätzlicher Nachmittag ins Auge gefasst. Ein neues Angebot ist der „Treffpunkt Pflege“, bei dem viermal im Jahr Fragen zur Pflege thematisiert werden. Beim nächsten Treffpunkt am Donnerstag, 23. Juni, geht es ab 17.30 Uhr in der Laurentiusstube um „Umgang und Kommunikation mit Demenzerkrankten“.

Trotz der guten wirtschaftlichen Situation ist die Sozialstation nach wie vor auf Spenden angewiesen, von denen 2015 einige Geräte für den Pflegeentlastungstag und ein Sonnensegel für den Garten angeschafft werden konnten.

Ausführlich beleuchtete Pflegedienstleiter Bruno Kleinhenz den Arbeitsalltag in der Station. Insgesamt 70 Mitarbeiter füllen 34,81 Planstellen aus, 38 „Köpfe“ sind in der Pflege tätig, 28 im hauswirtschaftlichen Bereich. Sie versorgten im vergangenen Jahr 745 Patienten, machten 88 785 Hausbesuche und legten dafür 293 385 Kilometer zurück. Ihre Gesamtleistung wurde vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) mit der Note 1,0 beurteilt.

Im laufenden Jahr stehen einige Veränderungen an. So ist die Einführung eines neuen EDV-Programms erforderlich geworden (Kosten rund 45 000 Euro), außerdem gehen die allgemeinen Bestrebungen dahin, dass der Umfang der Dokumentationen abgebaut werden soll. Strukturell wird sich die Sozialstation St. Laurentius durch die Einführung einer mittleren Führungsebene verändern: Zur Entlastung der Pflegedienstleitung werden drei Teams mit Teamleitung gebildet.

Ein sehr gutes wirtschaftliches Ergebnis wies der Kassenbericht von Egon Benkert auf. So lag der Jahresgewinn 2015 bei 85 954 Euro (1,71 Millionen Euro Einnahmen, 1,62 Millionen Euro Ausgaben). Eine ausgezeichnete Kassenführung bescheinigten die Prüfer Eberhard Korb und Bernhard Knüttel.

Im laufenden Jahr steigt das Haushaltsvolumen weiter an auf 1,8 Millionen Euro, es wird mit einem Überschuss von 35 000 Euro gerechnet. Unverändert bleibt der Beitrag der Kirchengemeinden bei 0,5 Euro pro Katholik.

Viel Beifall erhielt Egon Benkert noch einmal, als ihn Alois Heinisch als „Urgestein der Vorstandschaft“ würdigte und ihm für sein zehnjähriges Wirken (eigentlich schon elf) als Fachmann par excellence in Sachen Finanzen und Buchhaltung dankte.

Bericht: Karin Nerche-Wolf

       

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