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Bad Neustadt - Herschfeld (pa)

„Unser Schiff Sozialstation konnte gut durch die aufgewühlte, stürmische See des Jahres 2020 gesteuert werden !“ Dieses bildhafte Fazit über die Arbeit im vergangenen Jahr stellte Alois Heinisch als Vorsitzender der „Sozialstation St. Laurentius Bad Neustadt a.d. Saale e.V. an das Ende seines Rückblicks auf das Jahr 2020. „Unsere Pflegekräfte haben trotz Covid19-Pandemie viel Licht , Zuversicht und Hoffnung in unsere Einrichtungen und in die uns anvertrauten Menschen gebracht.“

Auch die gesamte Mitgliederversammlung im Pfarrheim St. Nikolaus von Herschfeld strahlte Optimismus und Zuversicht aus, ist man doch bislang gut durch die Pandemie gekommen, wurde keine Infektion innerhalb der Sozialstation weitergetragen und mussten auch keine großen finanziellen Einbußen hingenommen werden. Insgesamt ist die Sozialstation St. Laurentius gut aufgestellt. Sie steht auf einem gesunden finanziellen Fundament. Begrüßen konnte  Alois Heinisch neben den Vertretern der zehn kath. Kirchenstiftungen auch die Geschäftsführerin des Kreis-Caritasverbandes, Angelika Ochs, sowie erstmals auch Pfarrer Thomas Keßler, der nach dem Ausscheiden von Pfarrer Beetz die Seelsorge des Dekanats Rhön-Grabfeld als neues Vorstandsmitglied vertritt. Pfarrer Keßler war es auch, der eingangs mit einigen geistlichen Worten auf die Zusammenkunft einstimmte. Er erinnerte an St. Laurentius, der als Ur-Märtyrer gilt und „Sozialarbeiter“, „Kirchenpfleger“ und „sehendes Auge der Kirche auf die Gemeinde“ war. Sozialstationen würden die „diakonische Seite der Kirche“ verkörpern. Darin würden wir den Blick auf den „Reichtum der Kirche“, nämlich auf die Gesamtheit der armen, alten, kranken und schwachen Menschen richten. In seiner Rückschau auf die vergangenen Monate stellte Vorsitzender Heinisch fest, dass in der Pandemie u.a. auch die Defizite in der Pflege deutlich vor Augen geführt wurden. Zusätzliche, auch psychische Belastungen hätten das Pflegepersonal und auch die betreuten Menschen erheblich gefordert. „Es ist wichtig, dass wir den Wert der Pflege weiterhin in den Fokus der Öffentlichkeit stellen !“, forderte er auf. Auch wenn zahlreiche Einschränkungen hingenommen werden mussten, die Qualitätsprüfung und das Benchmarking ebenso wie Ausflüge, die Vorweihnachtsfeier, der beliebte Besuchsdienst „Hand in Hand“ u.a. nicht durchgeführt werden und damit die angestrebte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht erfolgen konnte, habe man dennoch ein gutes Ergebnis erzielt. Daher hat man sich auch bei den Mitarbeiter/innen mit einigen Zusatzleistungen für deren Engagement bedankt. Ein herzliches Vergelt´s Gott galt auch den Geld- und Sachspendern und insbes. Stationsleiter Bruno Kleinhenz und dessen Stellvertreterin Christine Reinhart. Die letztjährige Arbeit der Sozialstation stellte Bruno Kleinhenz ausführlich vor und belegte sie mit eindrucksvollen Zahlen. Aktuell beschäftigt die Sozialstation 91 Mitarbeiter auf 46,66 Planstellen, wobei gegenüber den Vorjahren ein geringfügiger Stellenabbau zu verzeichnen ist. Davon sind 43 in der Pflege, 38 in der hauswirtschaftlichen Betreuung und 5 in der Verwaltung tätig. Hinzu kommen noch zwei Auszubildende und drei Hausmeister bzw. Fahrer. Die Zahl der versorgten Patienten hat sich gegenüber 2019 kaum verändert (2020: 871 – 2019: 873). 114.763 Hausbesuche (+ 8,68 %) wurden durchgeführt und 339.031 Pflegeleistungen erbracht. Coronabedingt gingen die Pflegeeinsätze und die Pflegeentlastungstage erheblich zurück. Dank der Zahlungen aus dem „Corona-Rettungsschirm“ (insges. 197.555 €) konnten die finanziellen Ausfälle dadurch aber gedeckt werden: „Der staatliche Rettungsschirm hat für uns sehr gut funktioniert. Es ist tatsächlich ein wirksames Instrumentarium !“, so Vorsitzender Alois Heinisch. Überstunden aus 2019 konnten in 2020 in erheblichem Maße abgebaut werden. Auch hatte man relativ wenige krankheitsbedingte Ausfälle zu verzeichnen. Nach wie vor ist es allerdings sehr schwierig, ausreichend und geeignete Pflegefachkräfte zu finden: „Wir könnten den Bereich Pflege ständig ausbauen, wenn wir die dazu erforderlichen Pflegekräfte finden würden. Leider können wir zumeist auch nicht alle Patienten aufnehmen und zu den gewünschten Zeiten versorgen !“, bedauert der Einrichtungsleiter.  Die neue „generalistische Ausbildung“ stelle zudem  eine richtige Herausforderung wegen ihrer Vereinheitlichung und starken Reglementierung dar. „Wir sind ein gutes Team. Alle Mitarbeiter machen einen echt guten Job !“, stellte er allen am Ende seines Tätigkeitsberichtes ein prima Zeugnis aus. Über die finanzielle Entwicklung der Sozialstation informierte „Schatzmeister“ Udo Baumann. Einnahmen i.H.v. 2,8 Mio. € (davon 2,7 Mio € Pflegeerträge) und Ausgaben von 2,6 Mio. € (darunter 2,2 Mio. € Personalkosten) haben 2020 zu einem Jahresüberschuss von 258.400 € geführt. „Das ist ein stattliches Ergebnis, mit dem wir positiv in die Zukunft schauen können !“, zeigte er sich mit dem Jahresergebnis sehr zufrieden. Die beiden Kassenprüfer bescheinigten ihm eine „vorbildliche Kassenführung“. Auch die vorsichtige Haushaltsplanung für 2021 sieht am Ende schwarze Zahlen. Etwa 40.000 € sollten am Jahresende laut den von Udo Baumann vorgestellten Zahlen schon im Säckel übrig bleiben.  Dem Haushalt wurde wie auch dem Stellenplan ohne Gegenstimme zugestimmt. Einig war man sich auch darin, aufgrund der guten finanziellen Situation am bisherigen Mitgliedsbeitrag von 0,50 € je Katholik in den einzelnen Kirchengemeinden festzuhalten. Angelika Ochs dankte am Ende dem Vorstand für seinen Einsatz: „Es ist wahrlich keine leichte Aufgabe, eine Sozialstation ehrenamtlich zu führen und noch große Projekte durchzuführen !“ Zum Abschluss der Mitgliederversammlung freute sich Alois Heinisch, mit Dr. Peter Heinz und Dietrich Haase zwei Männer auszeichnen zu dürfen, die sich bereits seit 20 Jahren in der Vorstandschaft engagieren. Zum Dank und zur Anerkennung gab es für sie ein Präsent.

Fotos: SST St.Laurentius Bad Neustadt

01:

Für 20jährige Tätigkeit in der Vorstandschaft wurde stv. Vorsitzender Dr. Peter Heinz (Bastheim) im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereins „Sozialstation St. Laurentius“ ausgezeichnet. Von links: stv. Stationsleiterin Christine Reinhart, stv. Vorsitzender Alfons Holzheimer, Dr. Peter Heinz, Stationsleiter Bruno Kleinhenz und Vorsitzender Alois Heinisch. Der ebenfalls

für 20 Jahre Vorstandstätigkeit geehrte Dietrich Haase war bei der Mitgliederversammlung nicht anwesend.

02:

Im Erdgeschoss dieses Neubaus soll künftig die Tagespflege der Sozialstation St. Laurentius untergebracht werden.

Teil II:

Die Bauarbeiten für das Projekt  „Tagespflege Leutershausen“ der Sozialstation St. Laurentius haben noch gar nicht begonnen und doch sind die Baukosten schon nach oben geklettert. Statt 1,4 Mio. €, wie noch vor einem Jahr, sind es nun 1,7 Mio €, die nun der Anteil an dem Neubau kosten soll, der für die Tagespflege genutzt werden wird. Dazu wird man ein ganzes Geschoss eines neu geplanten Gebäudekomplexes mitten in Leutershausen erwerben. Auf 296 m² Geschoss- und 204 m² Außen- und Terrassenfläche wird die Sozialstation künftig 24 Tagesgäste betreuen. In dem mehrgeschossigen Gebäude sind bekanntlich außerdem der 200 m² große Gemeindesaal der Gemeinde Hohenroth sowie acht privat genutzte Wohneinheiten geplant. Planer und Investor ist das Unternehmen Albert-Haus in Burkardroth-Zahlbach.

Ursachen für diese Kostensteigerung sind nach Aussage von Udo Baumann, der den angepassten Finanzierungsplan in der jüngsten Mitgliederversammlung vorstellte, neben den „explodierenden Baupreisen“ auch die zusätzliche Photovoltaikanlage (20 kwp). Mit ihrer  Hilfe  will man nicht nur einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, sondern die Einrichtung auch künftig möglichst zu 100 % autark, was den Stromverbrauch anbelangt, betreiben. Finanziert werden soll das Projekt nun neben einem bereits zugesagten Zuschuss aus dem neuen „PflegesoNah“-Förderprogramm über 600.000 € - „wir sind die einzige Tagespflege in Unterfranken, die eine solche Zuwendung erhält und dazu noch die maximale Fördersumme !“ so Stationsleiter Bruno Kleinhenz – auch noch mit Hilfe eines Förderbetrages i.H.v. 300.000 € vom Deutschen Hilfswerk. Eigenmittel (257.421 €) und ein Kredit über 580.000 € schließen die dann noch bestehende Finanzierungslücke. Dank der guten Konditionen des kfW-Kredites (sogar mit Tilgungszuschuss) fährt man günstiger als noch ursprünglich geplant. „Insofern ist es ganz gut, dass sich der Baubeginn verzögert hat.“, freute sich Udo Baumann, dessen Finanzierungsplan einstimmig abgesegnet wurde. Nachdem man in der eigens gebildeten Projektgruppe 2019 und 2020 intensive Vor- und Planungsarbeit betrieben und man eigentlich schon längst mit dem Startschuss der Bauarbeiten gerechnet hatte, soll es, wie Vorsitzender Alois Heinisch erläuterte, nun endlich nach einiger Verzögerung im November mit den Erdarbeiten losgehen. Der notarielle Entwurf des Kaufvertrags liegt vor. Am 1. Oktober soll die Beurkundung erfolgen. Nach vorsichtiger Schätzung rechnet der Vorsitzende mit der Bezugsfertigkeit und dem Einzug im Frühjahr 2023.

Text: Klaus-Dieter Hahn

Erfolgreicher Abschluss zur staatlich anerkannten Altenpflegerin

Bad Neustadt Mit der Note Gut abgeschlossen hat Lisa-Maria Treuting ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Altenpflegerin bei der Sozialstation St. Laurentius.
In einer kleinen Feierstunde würdigte der erste Vorsitzende Alois Heinisch die erfolgreiche, unter erschwerten Pandemie-Bedingungen, absolvierte Ausbildung der alleinerziehenden Mutter. Herr Heinisch betonte, dass die Ausbildungszeit enorme Kraft, Ausdauer und Stärke verlangt habe, was die Wertschätzung der Kolleginnen und Respekt für die Leistung verdiene. Lisa Maria Treuting habe sich in ihrer Berufstätigkeit dem sozialen Bereich verschrieben. Zunächst habe sie den Berufsabschluss zur staatlich geprüften Kinderpflegerin gemacht. Danach sei sie als Praktikantin in die Altenpflege eingestiegen und habe sich schließlich dazu entschlossen, die Ausbildung zur Altenpflegerin zu machen. Zunächst wurde sie im BRK-Alten- und Pflegeheim in Bad Neustadt ausgebildet. Aus familiären Gründen wechselte Lisa-Maria Treuting dann zur Fortsetzung der Ausbildung zur Sozialstation St. Laurentius. Herr Heinisch betonte, dass die Absolventin ihren Beruf liebe. Jetzt werde sie als Schwester Lisa Maria in Vollzeit übernommen. Der Dank des Vorsitzenden ging an alle Kolleginnen, insbesondere an Schwester Bianca Reinwand als Mentorin während der Ausbildungszeit.
Nicht nur Herr Heinisch, sondern auch Pflegedienstleiter Bruno Kleinhenz und dessen Vertreterin Christine Reinhart, sowie Mentorin Yvonne Vorndran gratulierten ihrer neuen Kollegin und wünschten für den weiteren beruflichen und privaten Lebensweg alles Gute. (Von Dietrich Haase)

 

500 Laurentiusbrote verteilt

Der heilige Laurentius wurde  als Märtyrer heilig gesprochen. Er starb am 10. August des Jahres 258 in Rom.

An diesem Datum gedenkt die Katholische Kirche ihres Heiligen. Die Sozialstation St. Laurentius nimmt diesen Tag zum Anlass, um im Sinne von ihrem Namensgeber, ihre Patienten mit frisch gebackenen Broten zu erfreuen. Laurentius, Schutzpatron der Armen und Bedürftigen, unter anderem auch der Bäcker, hatte sich in Rom der Armen, Kranken und Bedürftigen angenommen, bevor er den Märtyrertod sterben musste.

In diesem Jahr waren es annähernd 500 Brote, die von Pfarrer Josef Bartmann gesegnet wurden, ehe sie von den Schwestern der Sozialstation im Rahmen ihrer Touren an die erfreuten Patienten und Patientinnen mit guten Worten und Gottes Segen übergeben wurden.

VON:   Dietrich Haase, Schriftführer in der Vorstandschaft 

FOTOS: Sozialstation St. Laurentius

             

                                            

Die Fotos zeigen die Segnung der Brote mit Pfarrer Bartmann, der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Christine Reinhart (rechts) und Mitarbeiterinnen.

Zwei langjährige Mitarbeiterinnen in den Ruhestand verabschiedet

 

Infolge der Corona Pandemie musste die Verabschiedung von zwei langjährigen Mitarbeiterinnen verschoben werden.

Jetzt konnte die kleine Feier, wenn auch konform nach den derzeit geltenden Regeln gestaltet, nachgeholt werden. Alois Heinisch, erster Vorsitzender der Sozialstation St. Laurentius, würdigte die langjährige  Mitarbeit der „jungen“ Ruheständlerinnen.

Schwester Uschi Büttner war stolze 37 Jahre, bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand am 29. Februar 2020, als staatlich anerkannte Krankenschwester in der Gemeindekrankenpflege (Pflegefachkraft) eingesetzt. In den fast vier Jahrzehnten durften sie viele Menschen als sympathische, einfühlsame, vertrauenswürdige und hilfsbereite Schwester erleben, die ihre fachlichen Fähigkeiten zum Wohle der ihr Anvertrauten einsetzte. In der Sozialstation schätzte man Uschi Büttner als verlässliche, gewissenhafte und vielseitig einsetzbare Mitarbeiterin und Kollegin. Nach einer Fortbildung  führte sie auch Beratungsgespräche für pflegende Angehörige durch. Viele Jahre war sie in der Mitarbeitervertretung tätig. Hier hat sie sich mit Herz und Verstand für die Belange ihrer Kolleginnen und Kollegen eingesetzt und sich für die Stärkung der Gemeinschaft stark gemacht.

Der Vorsitzende dankte ihr mit einem herzlichen „Vergelt´s Gott“ für ihren langjährigen aktiven Dienst  in der ambulanten Pflege, welcher höchsten Respekt und Hochachtung verdiene. Für den Un-Ruhestand wünschte er Schwester Uschi Gottes Segen.

Frau Ingrid Klemm war seit November 2005 als hauswirtschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt. Von September 2009 bis zu ihrem Ausscheiden am 31. März 2020, war die gelernte Arzthelferin und Familienpflegerin als Krankenpflegehelferin in der ambulanten Pflege beschäftigt. Vorsitzender Alois Heinisch bescheinigte Frau Klemm ihre fachliche Kompetenz und betonte ihr ausgeprägtes Einfühlungsvermögen gegenüber  Patienten und Angehörigen. Als zuverlässige, engagierte und achtsame Pflegekraft habe sie die Herzen der Patienten, aber auch die ihrer Kolleginnen gewonnen.

Seit mehr als elf Jahren widmet sich Frau Klemm ehrenamtlich den Belangen der Menschen, die von der Aktion „Hand in Hand“ betreut werden. Hier sei sie ein echtes Vorbild im Sinne der Caritas. Heinisch zeigte sich erfreut darüber, dass Frau Klemm auch im Ruhestand der Aktion „Hand in Hand“ weiterhin die Treue halte.

Der Vorsitzende dankte Frau Klemm für ihre gute langjährige  Zusammenarbeit, sowohl als Pflegekraft, als auch als Ehrenamtliche. Er wünschte ihr für den Un-Ruhestand Gottes Segen und gut gestaltete Tage.

Herzliche Worte des Dankes für ihre ehemaligen Kolleginnen fanden auch Pflegedienstleiter Bruno Kleinhenz und seine Stellvertreterin Schwester Christine Reinhart. Sie wünschten zudem alles Gute für den Ruhestand.

Seitens der Mitarbeitervertretung gingen von Schwester Anneliese Nennstiel Dankesworte und gute Wünsche im Namen der Kolleginnen und Kollegen an Schwester Uschi und Frau Klemm.

Text: Dietrich Haase 

 

Nachträgliche Verabschiedung 16.06.2021

von Frau Ingrid Klemm,

Liebe Frau Klemm!

Sie waren vom 01.11.2005 bis 31.05.2006 als hauswirtschaftliche Mitarbeiterin (GfB) beschäftigt und vom 01.09.2009 bis zu Ihrem Ausscheiden zum 31.03.2020 arbeiteten Sie in unserer Sozialstation St. Laurentius (GfB / Teilzeit) als Krankenpflegehelferin. Sie sind ausgebildete Arzthelferin und Familienpflegerin.

Also sehr gute Voraussetzungen, um in der ambulanten Pflege zu arbeiten.

Durch Ihre langjährige Mitarbeit ermöglichten Sie, dass pflegebedürftige Menschen in ihrer häuslichen Umgebung und in ihrem sozialen Umfeld leben konnten und können.

In Ihrer Arbeit zeichneten Sie sich durch hohe fachliche Kompetenz und ausgeprägtes Einfühlungsvermögen gegenüber Patienten und Angehörige aus. Sie waren zuverlässig, engagiert, achtsam und gewannen so die Herzen Ihrer Patienten und der Angehörigen.

Auf sympathische und kollegiale Art und Weise kümmerten sich, dass alles bei Ihren Touren klappte. PC und Handy beherrschten Sie ohne Wenn und Aber. Es überrascht nicht, dass Sie beliebt und gemocht bei Ihren Kolleginnen und Vorgesetzten waren.  

Liebe Frau Klemm, seit über 11 Jahren geht Ihr ehrenamtliches Engagement (seit 1.1.2005) bei „Hand in Hand“. Sie sehen, wenn Menschen Ansprache, Begleitung und Unterstützung brauchen. Sie sind ein echtes Vorbild im Sinne unserer Caritas. Sie leben helfen! Und wir freuen uns sehr, dass Sie ehrenamtlich noch bei uns mitarbeiten!

Liebe Frau Klemm, wir sind für Ihre Mitarbeit dankbar und denken, dass Sie Ihren „Un-ruhestand“ gut gestalten und genießen!

Im Namen des Vorstandes der Sozialstation St. Laurentius Bad Neustadt e.V. sage ich Ihnen ganz Herzlichen Dank, „Vergelt’s Gott“ und noch viele Jahre der guten Zusammenarbeit bei „Hand in Hand“!

 

Nachträgliche Verabschiedung 16.06.2021

von Sr. Uschi Büttner

Liebe Sr. Uschi Büttner!

Vom 15.8.1983 bis zum 29.02.2020, das sind stolze 37 Jahre, arbeiteten Sie als staatlich anerkannte „Krankenschwester in der Gemeindekrankenpflege“ (Pflegefachkraft).

In all den Jahren haben Sie unseren ambulanten Pflegedienst mitgetragen und mitgeprägt!

In dieser Zeit haben Sie viel erlebt und waren in vielen Haushalten präsent. Sie wurden nicht nur erwartet - Sie waren auch immer willkommen! Sie kannten die Menschen und nicht wenige bereits in der „zweiten“ Generation.

In all den fast 4 Jahrzehnten durften viele Menschen Sie als sympathische, einfühlsame, vertrauenswürdige und hilfsbereite Frau erleben, die ihre besonderen fachlichen Fähigkeiten zum Wohle der ihr Anvertrauten eingesetzte. Vertrauensvoll haben Sie sich der Sorgen und Wünsche ihrer Patienten angenommen und sich nicht selten - bis zuletzt - um sie kümmert und begleitet.  

Auf Sie war Verlass, sie waren gewissenhaft, kannten alle Touren und waren überall einsatzbereit. Nach Ihrer Fortbildung führten Sie erfolgreich ab 2013 Beratungsgespräche für pflegende Angehörige.

In der Mitarbeitervertretung haben Sie viele Jahre mitgearbeitet und die Interessen Ihrer Kolleginnen nachhaltig mit Herz und Verstand vertreten. Sie haben mit angepackt, damit die Betriebsausflüge und die betrieblichen Feiern zum Erlebnis Ihrer KollegInnen wurden und die Gemeinschaft unserer Sozialstation St. Laurentius nachhaltig stärkten.

Kolleginnen und Vorgesetzte schätzten Sie als Person und als Pflegefachkraft und in den Herzen Ihrer Patienten und den Angehörigen hatten

Liebe Sr. Uschi, für Ihren langjährigen aktiven Dienst in der ambulanten Pflege gebührt Ihnen höchster Respekt und Hochachtung!

Wir – die Vorstandschaft – sind froh, dass Sie in unserer Mitte waren! Sie waren und bleiben ein Markenzeichen unserer Sozialstation St. Laurentius Bad Neustadt.

Liebe Sr. Uschi! „Vergelt`s Gott“ und „Herzlichen Dank“ für Ihre Mitarbeit und Gottes Segen weiterhin in Ihrem Un-Ruhestand!!

 

 Am 12. Mai war der Internationale Tag der Pflegenden. Dieser Aktionstag steht in Zeiten der Pandemie sicher mehr im Blickpunkt der Bürgerinnen und Bürger, als es je zuvor der Fall war. Der Öffentlichkeit wurde mittlerweile drastisch vor Augen geführt, dass die Pflege aus ihrem Notstand befreit werden muss. Die Pflegerinnen und Pfleger, die schon über ein Jahr in der Corona-Pandemie am Limit sind, physisch, als auch psychisch,  hohen Belastungen ausgesetzt sind, haben sich zwar über den anerkennenden Applaus gefreut, aber der alleine hilft dem Berufsstand nicht weiter. Nicht nur eine bessere Bezahlung oder der zeitlich begrenzte Corona-Bonus  sind die Lösung des Problems, sondern vor allem auch das Image des Berufes. Bessere Aufstiegsmöglichkeiten, und die Sicherung und Aufstockung des Personals durch gezielte Unterstützung in der Pflegeausbildung. Erst dann können die Schwestern und Pfleger sich in ihrem Beruf den Alten und Kranken mit viel mehr Zeit und Zuwendung widmen, so wie sie das in ihrer Ausbildung gelernt haben.

Florence Nightingale war die Vorreiterin der modernen Krankenpflege, Mitte des 19. Jahrhunderts. An ihrem Geburtstag wird jährlich im Rahmen des Internationalen Tages der Pflege an sie  und an die Arbeit des Pflegepersonals erinnert. Bleibt zu hoffen, dass sich auch in unserem reichen Land endlich etwas tut. Hervorgehoben wird regelmäßig unser hoch modernes Gesundheitswesen. Dazu gehört aber auch ausreichendes und zufriedenes Pflegepersonal, das mit besseren Tarifverträgen ausgestattet werden muss.

Text: Dietrich Haase

Dekan Andreas Krefft besucht den Pflegeentlastungstag

 

 Der Pflegeentlastungstag bei der Sozialstation St. Laurentius ist ein beliebter Treffpunkt für Menschen, die zu Hause gepflegt werden. Deshalb

wurde vor nicht allzu langer Zeit das Angebot von zwei auf drei Gruppen erweitert.

Dann aber kam die Corona – Pandemie, und mit ihr wurden es automatisch weniger Menschen, die in die Laurentiusstube kommen konnten. Die Pflegedienstleitung hatte sich zusammen mit der Vorstandschaft nach sorgfältiger Abwägung  entschlossen, das Angebot für die alten Menschen aufrecht zu erhalten. Zudem bedeutet dieser Tag auch für die pflegenden Angehörigen ein wenig Auszeit nehmen vom alltäglichen Stress.

Die Aufrechterhaltung des Pflegeentlastungstages in dieser Zeit bringt noch mehr Verantwortung mit sich. Die Klienten müssen, wenn sie nicht von Angehörigen gebracht werden können, einzeln abgeholt werden. Die Hygiene mit Fiebermessen und Mundschutz ist unumgänglich. Und auch die Abstände in der Laurentiusstube sind größer geworden, was  wiederum für die Änderung des gewohnten Programms sorgt.

So war man sehr erfreut, dass es sich Dekan Andreas Krefft nicht hat nehmen lassen, den Pflegeentlastungstag zu besuchen. Zum Anlass nahm er „Maria Lichtmess“ um den Blasiussegen zu spenden und somit auch den Weihnachtlichen Festkreis zu  beschließen. Auch zum Auftragen des Aschekreuzes kam Dekan Krefft in die Laurentiusstube. Seine Andacht zur Fastenzeit sagte unter anderem aus, dass man nicht nur beim Essen fasten könne. Vielmehr habe die Fastenzeit viele wichtige Dimensionen im menschlichen Miteinander, um dieses herzlicher zu gestalten und damit dem Dasein mehr Sinn zu geben.

 

 FOTOS: Sozialstation St. Laurentius

Bad Neustadt  Wegen der Corona-Pandemie  musste der Gottesdienst des Dankens und Gedenkens der Sozialstation St. Laurentius abgesagt werden.

Die Sozialstation lädt alljährlich die Angehörigen ihrer im Zeitraum eines Jahres verstorbenen Patientinnen und Patienten ein, an einem besonders gestalteten Gottesdienst teilzunehmen. Jährlich im November findet dieser jeweils in einer anderen Pfarrkirche statt.  Das Gedenken und die Erinnerung an die Verstorbenen wachhalten, sowie auch der Dank an die Angehörigen, die ihre Verstorbenen liebevoll gepflegt haben, sind die Höhepunkte in der Eucharistiefeier. So wird für jeden verstorbenen Angehörigen am Altar eine Kerze angezündet und dessen Namen verlesen. Rosen, die am Altar abgelegt werden, stehen symbolisch für die vorgetragenen Fürbitten.

Das alles musste infolge der Pandemie abgesagt werden. Um der Verstorbenen zu gedenken und den Dank an die pflegenden Angehörigen weitergeben zu können, hat die Sozialstation an alle, die einen lieben Menschen verloren haben, ein Kondolenzschreiben geschickt. In der Geschäftsstelle der Sozialstation St. Laurentius wurde zudem eine Kerze angezündet.     

Dieter Haase

Anders als gewohnt gestaltete sich die diesjährige Mitgliederversammlung der Sozialstation St. Laurentius e.V. Diesmal wurde die auf max. 25 begrenzte Teilnehmerzahl im Pfarrheim der Herschfelder Pfarrei Sankt Nikolaus mit einem Hygieneschutzkonzept, mit Mund-Nasen-Schutz, Körpertemperaturmessung, Desinfektionsmittel und den schon üblichen Abstandsvorschriften willkommen geheißen. Natürlich alles wegen der aktuellen COVID-19-Pandemie, wie Vorsitzender Alois Heinisch eingangs fast schon ein wenig entschuldigend und um Verständnis bittend betonte. Nichtsdestotrotz konnten am Ende der gut zweistündigen Zusammenkunft die anwesenden Vertreter aus den Kirchenverwaltungen der insges. 33 Pfarreien im Altlandkreis Bad Neustadt – darunter auch Diakon Thomas Volkmuth als Caritas-Seelsorger für Rhön-Grabfeld – die Feststellung mit nach Hause nehmen, dass ihre Sozialstation auch 2019 wieder sehr gut gearbeitet hat, auf finanzielle gut fundierten Füßen steht und optimistisch in die Zukunft blickend die künftigen Aufgaben anpacken kann.

Pfarrer Hans Beetz hatte die Teilnehmer mit einigen Worten zum Hl. Vinzenz von Paul, dem Begründer der neuzeitlichen Caritas, eingestimmt, dem ein „Vaterunser“ und ein „Gegrüßet-seist-du-Maria“ für die Verstorbenen folgte, bevor der Vorsitzende sowie die Pflegedienstleitung auf die vergangenen Monate zurückblickten. Alois Heinisch freute sich über ein gutes Jahresergebnis. „Die gesetzten Ziele sind weitgehend erreicht worden !“ Er berichtete von Wachstum bei den Erträgen und Umsätzen, zeigte sich sichtlich stolz über die erfolgreiche Qualitätsprüfung des MDK und das Benchmarking, das die hohe Leistungsfähigkeit der Sozialstation wieder bestätigt hätte. Auch unterstrich er die vielen Angebote, die auch gerne in Anspruch genommen wurden. So hatten beispielsweise im Rahmen der Aktion „Hand in Hand“ 16 ehrenamtliche Betreuerinnen 300 Besuche bei 13 Personen durchgeführt. Bei den „Pflegeentlastungstagen“ war gegenüber 2018 im letzten Jahr ein Anstieg um 21 % auf 1.973 Besucher zu verzeichnen gewesen. Mit herzlichen Worten bedankte sich der Vorsitzende bei allen Mitarbeitern für das große Engagement und das konstruktive , zielorientierte, harmonische und vertrauensvolle Miteinander. „Alle stehen mit der Qualität für das hohe Ansehen in der Öffentlichkeit. So können wir gemeinsam auch in schwierigen „Corona-Zeiten“ Zukunft gestalten !“ Mit vielen Zahlen belegte Pflegedienstleiter Bruno Kleinhenz die erfolgreiche Arbeit der Sozialstation. Inges. 91 Mitarbeiter/innen sind vorwiegend in Pflege, Hauswirtschaft und Verwaltung tätig Im Pflegebereich konnte er von einem Rückgang der krankheitsbedingten Ausfälle im Vergleich zu 2018 berichten. Allerdings bereitet der Anstieg der Überstunden auf 7.325 (2019) Kummer. „Wir brauchen immer mehr Pflegefachkräfte, wobei es nach wie vor schwierig ist, ausreichend und geeignete Mitarbeiter zu finden !“, so sein Kommentar. Folge: „Wir können derzeit nicht alle Patienten aufnehmen, obwohl wir den Pflegebereich ständig ausbauen müssten !“ Durch die neu eingeführte „generalisierte Ausbildung“ gibt es nun keine ausgebildeten Krankenschwestern oder Altenpfleger mehr, sondern nur noch die „Pflegefachfrau“ bzw. den „Pflegefachmann“. Die Finanzierung der Ausbildung über den bayer. Ausbildungsfonds belohnt Einrichtungen, die ausbilden, wie die Sozialstation St. Laurentius. Im Leistungsstatistik -Vergleich 2018/2019 vermeldete Bruno Kleinhenz überall ein Plus. 873 versorgte Patienten (+ 8,85 %); 105.598 Hausbesuche (+ 7,4 %); 361.880 Pflegeleistungen (+ 2,95 %); 1.973 Pflegeentlastungstage (+ 20,75 %), 370.545 gefahrene Kilometer (+ 1,75 %); 2.553.442 € Pflegeentgelte (+ 9,86 %). Neben seinen Dankesworten galt sein abschließender Blick den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Vom Virus selbst sind Mitarbeiter/innen bislang persönlich verschont geblieben. Jedoch hatte die Sozialstation erhebliche Mindereinnahmen durch Patientenabsagen zu verzeichnen. Zudem waren Mehrkosten für notwendige Schutzkleidung (4.000 – 5.000 €/Monat) und Personalausfälle durch angeordnete Quarantäne zu stemmen. „Dennoch sind wir bisher einigermaßen glimpflich davongekommen !“, so der Pflegedienstleiter. Trotz der zusätzlichen finanziellen Belastungen konnte Kassier Udo Baumann ein erfreuliches finanzielles Plus aus dem Jahr 2019 vorweisen. In seinem Kassenbericht stellte er Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung vor. „Mit einem Jahresumsatz von 2,6 Mio. Euro und den vielen Beschäftigten ist die Sozialstation schon ein kleines Mittleres Unternehmen.“, betonte er und freute sich über einen erzielten Überschuss von 205.000 €. Die beiden Kassenprüfer bescheinigten ihm eine vorbildliche und verantwortungsvolle , beanstandungsfreie Kassenführung. Angesichts der positiven Zahlen sah Pfarrer Beetz keinen Anlass, den auf 50 Cent/ Katholik festgesetzten Jahresbeitrag der Kirchengemeinden zu erhöhen, auch wenn „in den letzten Jahren durchschnittlich jeweils 1.000 Gläubige weniger gezählt wurden“, worauf Bruno Kleinhenz mahnend hinwies. Nur wenig Raum nahm die Vorstellung und Verabschiedung des diesjährigen Haushaltes und Stellenplanes in Anspruch. Kassier Udo Baumann rechnet mit 2,58 Mio. € Ausgaben, wobei die Personalkosten mit 2,4 Mio. € den Löwenanteil ausmachen. Finanziert werden die Ausgaben im Wesentlichen über die Pflegeentgelte mit 2,64 Mio. €. Die nach seinen Worten „Kaffeesatzleserei“ Haushaltsplanung sollte heuer mit einem Überschuss von ca. 57.000 € abschließen.

 

Auf großes Interesse stießen bei der Mitgliederversammlung der Sozialstation St. Laurentius die Informationen zum Millionenprojekt „Tagespflege Leutershausen“. Etwa 1,4 Mio. € wird der Verein in das Angebot der Tagespflege investieren. Dazu wird man ein ganzes Geschoss eines neu geplanten Gebäudekomplexes mitten in Leutershausen erwerben. Auf 296 m² Geschoss- und 204 m² Außen- und Terrassenfläche wird die Sozialstation künftig 24 Tagesgäste betreuen. In dem mehrgeschossigen Gebäude sind, wie Vorsitzender Alois Heinisch zusammen mit Pflegedienstleiter Bruno Kleinhenz erläuterte, desweiteren der 200 m² große Gemeindesaal der Gemeinde Hohenroth sowie acht privat genutzte Wohneinheiten geplant. Planer und Investor ist das Unternehmen Albert-Haus in Burkardroth-Zahlbach. Die Verhandlungen sind weitgehend abgeschlossen, die Baugenehmigung ist erteilt. Jetzt muss nur noch der bereits als Entwurf vorliegende, notariell zu beurkundende Kaufvertrag abgeschlossen werden. Doch mit der Unterschrift muss noch gewartet werden, bis die Förderstellen grünes Licht gegeben haben. Schließlich hat der Verein Zuschüsse über 300.000 € beim Deutschen Hilfswerk und gar 600.000 € beim neuen bayer. „PflegesoNah-Förderprogramm“ beantragt. Je nachdem, wie schnell dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn beim letzteren zugestimmt wird, kann der Kaufvertrag unterzeichnet werden und evtl. noch im November der erste Spatenstich erfolgen. Von einer wahren „Ochsentour“ und echter „Kärnerarbeit“ sprach da Vorsitzender Heinisch angesichts der vielen Stunden, die die Projektgruppe in die Zuschussbeantragung hineingesteckt hatte. Insgeheim erhofft man sich die Bezugsfertigkeit des Objekts im Herbst 2022.

Kassier Udo Baumann stellte die Investitionsplanung vor. Man rechnet mit einem Kaufpreis von 1,18 Mio. € und an Kosten für die Innenausstattung von 188.000 €. Für die Außenflächen und die große Terrasse fallen voraussichtlich 80.000 € und an Baunebenkosten (Architekt, Notar etc.) 75.000 € an. Die Planung der Inneneinrichtung und der Terrassengestaltung hat das Architekturbüro Albert, Salz, übernommen. Finanziert werden soll das Projekt über die beantragten Zuschüsse, mit Hilfe eines kfw-Darlehens und über einen tiefen Griff in den eigenen Geldsäckel (400.000 €).

 “.  FOTOS: Sozialstation St. Laurentius: 

Das gesamte Untergeschoss dieses neuen, mitten in Leutershausen geplanten Gebäudekomplexes wird die Tagespflege der Sozialstation einnehmen. Sobald die Förderstellen grünes Licht geben, soll gekauft werden. Baubeginn soll möglichst noch im November sein. Vorsitzender Heinisch, Kassier Baumann und Pflegedienstleiter Kleinhenz informierten bei der Mitgliederversammlung über den Stand der Planung und des Kaufgeschäftes.

Teil II:

Nach 17jähr. Tätigkeit als Vertreter der beteiligten Kirchenstiftungen in der Vorstandschaft der Sozialstation wurde Pfarrer Hans Beetz vom Vorsitzenden Alois Heinisch im Rahmen der Mitgliederversammlung in den Ruhestand verabschiedet. Dabei fand Heinisch herzliche Worte des Dankes. „Sie sind ein sehr engagierter Seelsorger, dem die Menschen am Herzen liegen. Sie haben sich in all den Jahren hartnäckig für unsere Sozialstation eingesetzt !“, so der Vorsitzende in seiner kurzen Laudatio. Immer wäre der Geistliche mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Für den Ruhestand wünschte er ihm gute Gesundheit und Gottes reichen Segen.

 

Klaus-D. Hahn

 

 

Kreuze als Dank für die Mitarbeiter

Bad Neustadt   Am Dienstag, 12. Mai, ist der Tag der Pflege. Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen nützen allgemein diesen Tag, um sich auf dem Marktplatz vorzustellen und Informationen an die Bürgerinnen und Bürger weiterzugeben.

In diesem Jahr fällt diese öffentliche Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie aus.

Im kleinen Kreis würdigte die Sozialstation St. Laurentius Bad Neustadt e.V. ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Pflegedienstleitung ließ im Haus der Kunsthandwerke in Sondheim/Rhön 100 Kreuze anfertigen. Diese wurden individuell aus altem Silberbesteck gefertigt. Jedes der kleinen Kreuze, die als Halsschmuck getragen werden können, ist ein Unikat. Pflegedienstleiter Bruno Kleinhenz und seine Vertreterin Christine Reinhart möchten mit dem Kreuz ihren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und auch den Ehrenamtlichen für ihre hervorragenden Einsatz in der Pflege, insbesondere auch während der Corona-Pandemie, danken.

Auch Pfarrer Hans Beetz hob den Einsatz der Pflegemitarbeiter hervor und segnete die Kreuze. Aus Spenden, die in den Tagen von Corona in der Sozialstation eingegangen sind, wurden die kleinen Schmuckstücke bezahlt.

Bad Neustadt   Peter Steinmüller, Inhaber des gleichnamigen Autohauses in Windshausen, ist auch Jagdpächter in einem Revier bei Rödelmaier.

Kürzlich hat er seinen Metzger aus erlegten Wildschweinen spezielle Wildscheinsalami herstellen lassen, um diese einem guten Zweck zuzuführen. Insgesamt 50 Würste spendete Peter Steinmüller als Anerkennung an alle Pflegemitarbeiterinnen der Sozialstation St. Laurentius Bad Neustadt e. V. Diese seien tagtäglich mit ihren Dienstfahrzeugen aus dem Autohaus Steinmüller unterwegs, und das unter erschwerten Umständen in der Corona-Pandemie, so der Spender.

Die Sozialstation freute sich über die unerwartete Lieferung der Spezialität aus der Rhön.

Caritas-Sozialstationen in Rhön-Grabfeld unterstützen Pflegebedürftige und ihre Familien mit größtmöglichem Einsatz / Hygienevorschriften bringen besondere Herausforderungen / Rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dauereinsatz
Die drei Caritas-Sozialstationen im Landkreis Rhön-Grabfeld stellen sich in Zeiten von Corona neuen Herausforderungen. Ziel ist es, die Pflegebedürfti-gen nach strengsten Hygieneschutzmaßnahmen zu versorgen. Gleichzeitig gilt es, Patienten und ihren Familien Ängste und Unsicherheiten in Bezug auf das COVID-19 Virus zu nehmen. Die Teams tun alles Menschenmögliche, um die Situation für die Hochrisikogruppe so verträglich wie möglich zu gestal-ten.
„Wir haben neben unserer normalen Pflegetätigkeit innerhalb kürzester Zeit ein häusliches Versorgungssystem als Ersatz für die momentan aufgrund staatlicher Verfügung eingestell-ten Tagespflegen in den Einrichtungen in Mellrichstadt und Bad Königshofen organisiert“, erläutert Angelika Ochs, Geschäftsführerin der Caritas Rhön-Grabfeld e. V.
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Seit sechs Wochen ist sie wie die Teams und die Vorstände von St. Kilian, St. Peter und St. Laurentius e. V. im Dauereinsatz, um die Beratung und Betreuung von rund 1.800 Pati-entinnen und Patienten und deren Angehörigen (Zahl 2019) zu gewährleisten.
Eine Herausforderung ohnegleichen. Im Jahr 2019 haben die 172 Pflegefachkräfte der drei Caritas-Sozialstationen mit Unterstützung von 43 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 217.750 Hausbesuche absolviert und 724.094 Pflegeleistungen erbracht. Hinzu kamen in 2019 über 39.000 caritative Leistungen ohne Verrechnung. Allein in einem normalen Jahr wie 2019 hat das Caritas-Team rund 850.000 Kilometer zurückgelegt und damit quasi 21mal die Erde umrundet.
In der Corona-Krise kommt die Versorgung von rund 130 Patientinnen und Patienten aus den zwei Tagespflegeeinrichtungen in Mellrichstadt und Bad Königshofen hinzu, wo dies durch Angehörige zu Hause nicht oder nur teilweise geleistet werden kann.
Der erhöhte Pflegebedarf erfolgt unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und Hygie-neschutzmaßnahmen, gehören doch die zu Betreuenden zur Hochrisikogruppe. „Das Wich-tigste ist, unsere Patientinnen und Patienten sowie uns selbst vor der Verbreitung und Ver-schleppung von Keimen zu schützen“, betont Johanna Dietz von der Fachstelle pflegende Angehörige/Fachbereich ambulante Altenhilfe.
Die Infektionsschutzmaßnahmen wurden im Rahmen des COVID_19 Virus extrem ver-schärft. Die Pflegekräfte werden mit spezieller Schutzkleidung ausgestattet. Für den rich-tigen und sicheren Umgang mit dem Schutzmaterial haben die Mitarbeiterinnen und Mitar-beiter genaue Einweisungen erhalten. „Wir empfehlen auch pflegenden Angehörigen drin-gend, einen Mundschutz zu tragen. Bei Bedarf wird er von uns zur Verfügung gestellt“, un-terstreicht Johanna Dietz.
Was muss eine Pflegefachkraft in Corona-Zeiten bei einem Hausbesuch tragen? Zur Grundausstattung gehören Handschuhe, Mundschutz, Langarmkittel, Vorbinder, bei Bedarf eine Schutzbrille bzw. ein Schutzvisier, Überschuhe und Kopfhaube. Ebenso erfolgt mehr-faches Desinfizieren vor, während und nach der Betreuung., erklärt Ulli Feder, Pflege-dienstleitung der Caritas-Sozialstation St. Kilian in Mellrichstadt Dies ist für die Mitarbeite-rInnen mit enormer zusätzlicher Anstrengung verbunden.
„Wir sind sehr stolz auf unsere Teams, dass trotz dieser außerordentlichen Heraus-forderungen sehr fürsorglich mit unseren Patientinnen und Patienten umgegangen wird“, sind sich die Pflegedienstleitungen einig. Die Mitarbeiter tun alles Menschenmögli-che, um den pflegebedürftigen Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu geben.
„Die vielen positiven Rückmeldungen geben uns Kraft und ermutigen uns“, freut sich Ulli Feder. Groß ist auch die Hilfsbereitschaft der zu Pflegenden und ihrer Angehöriger. Man-che haben schon ihre Maske aufgesetzt, wenn die Schwester kommt. Jeder Handgriff sei eine Entlastung.
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Die Fachkräfte kümmern sich gerade jetzt nicht nur um die Patienten, sondern auch um die Pflegepersonen und Angehörige mit ihren Ängsten und Sorgen. In Gesprächen infor-miert Pflegedienstleitung Gudrun Rathgeber von der Caritas-Sozialstation St. Peter in Bad Königshofen über die aktuellen Schutzmaßnahmen für geschützte und gesicherte Besuche und gibt so ein Stück Sicherheit in dieser schwierigen Zeit.
„Wir nehmen gemeinsam die Herausforderung an und setzen neue Erkenntnisse und Vor-gehensweisen für geschützte und gesicherte Hausbesuche um“, betont Angelika Ochs abschließend.

Christian Rott (Bild-Mitte) war von Juli 2004 bis März 2005 als Zivildienstleistender bei der Sozialstation St. Laurentius in Bad Neustadt.

Die nicht abgebrochene Verbindung und die gute Erinnerung an diese Zeit

machten es jetzt möglich, dass Christian Rott in anderer Funktion der

Sozialstation einen Besuch abstattete. Als Fertigungsleiter bei der Firma Texpa in Saal/Saale brachte er 500 Schutzmasken mit, die dort von der Sozialstation   bestellt worden waren, und das zu einem günstigen Preis.

Pflegedienstleiter Bruno Kleinhenz (rechts) und seine Stellvertreterin Christine Reinhart freuten sich nicht nur über das Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Zivi, sondern auch über die prompte Lieferung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von St. Laurentius erhalten jeweils zwei Schutzmasken für den privaten Gebrauch. Jeder Patient bekommt ebenfalls eine Schutzmaske. Kosten werden dafür keine erhoben.

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